Der Leistungssegelflug (Die 60-er Jahre)

Jetzt beginnt das "Fliegen"...

Mit der Anschaffung eines "L-Spatz" OE 0613 im Jahre 1963 unter Obmann Elmar Thurnher und durch Starts im Flugzeug-Schlepp mit der vom Landesverband erworbenen Schleppmaschine "Job" stoßen die Dornbirner Segelflieger vom Flugplatz Hohenems-Seemähder erstmals in die Alpenregion des Bregenzerwaldes, des Bludenzer Raumes und des Montafon vor. Nicht nur der für damalige Verhältnisse spektakuläre Gleitwinkel mit 1:28 d.h. mit 1000 m Höhe über Grund 28 km weit ohne jegliche Aufwindhilfe fliegen, sondern auch durch die Anschaffung eines zweiten "L-Spatz" OE-0377 anno 1965 blieben die fliegerischen Leistungen nicht aus. Fred Ganser war 1965 das erste Vereinsmitglied, welches in einem Ziel-Rückkehrflug an den Achensee/Tirol die für das Leistungsabzeichen in Gold geforderten 300 km Flugstrecke zurücklegte.

Diesen frühen Schritt zum Leistungssegelflug folgte 1966 unter Obmann Alwin Kolb der Kauf des Ganzmetall-Zweisitzers "Blanik L-13" OE-0788, dessen Flug von Tschechien durch die Presse ging:

"Aus 150m Höhe stürtzte gestern die Plexiglaskanzel eines Selgelflugzeuges auf das Dach des Hauses Eßlinger Hauptstraße 23. Anschließend wurde sie in die Krone eines Kirschbaumes geschleudert. Über zwei Frauen, die in einem Garten arbeiteten, ging ein Splitterregen nieder, doch blieben die beiden glücklicherweise unverletzt. Das Verdeck hatte sich während eines Flugmanövers kurz vor der Landung auf dem Aspener Flughafen aus unbekannter Ursache gelöst und war abgestürzt."

Dieses kunstflugtaugliche Flugzeug wurde mit einer Sauerstoff-Versorgungsanlage ausgestattet, welche Föhnflüge in großer Höhe ermöglicht, wie z.B. den Flug von Fred Ganser in eine Höhe von 7.800 m.

Wurde in den 60-er Jahren mit den "Spatzen" der Schritt über den Arlberg gewagt, so begann Anfang der 70-er Jahre die Ära der Kunststoff-Segelflugzeuge, mit denen heute Flüge von 1.000 km  und mehr keine Seltenheit sind.